Tierschau in Hüsten wegen Streit mit Neheim

Tierschau in Hüsten wegen Streit mit Neheim 2017-05-18T11:55:12+00:00

Die Hüstener Kirmes fand zu Ehren der St. Petri Pfarrei Hüsten statt. Die Pfarrei St. Petri Hüsten zählt zu den 12 Stammpfarreien des Sauerlandes. Schon 802 n. Chr. wird Hüsten in einer Urkunde der Benediktiner-Abtei erwähnt. An die Bedeutung als Kirchort erinnert heute noch die über 1100 Jahre alte Hüstener Kirmes.
1876 wird in Hüsten der „Landwirtschaftlichen Lokal-Verein Hüsten“, aus dem später die Hüstener Kirmesgesellschaft hervorging, gegründet. Veranlassung hierzu gab „das rücksichtslose Benehmen“ der Neheimer Mitglieder des landwirtschaftlichen Kreisverbandes Arnsberg in der Versammlung in Hüsten am 9. Juni 1876, die verlangten, dass das Kreistierschaufest alljährlich in Neheim gefeiert werden sollte. Deshalb ließen sich 55 Neheimer Bürger in den Kreisverband Arnsberg aufnehmen und besaßen so die nötige Mehrheit um zu beschließen, dass das Kreistierschaufest in Neheim stattfinden soll. Protest dagegen half nichts. Als dann auch noch die Bemerkung fiel „Wir brauchen keine Bauern in unserem Vereine“, erklärten viele Mitglieder ihren Austritt aus dem Kreisverein und gründeten den Landwirtschaftlichen Lokalverein Hüsten. Am 18.09.1876, also bereits im Gründigungsjahr, gab es die erste Tierschau auf der Hüstener Kirmes. Am 27.02.1935 wurde die Hüstener Kirmesgesellschaft gegründet.
Früher fand die Hüstener Kirmes direkt in Hüsten statt. Die Karussels und Buden waren auf dem Hüstener Marktplatz und der Rönkhauser Straße aufgestellt. Der Tiermarkt fand in den Nebenstraßen statt. Wegen Verkehrsbehinderungen wurde die Hüstener Kirmes später auf die Riggenweide verlegt, wo sie heute noch stattfindet. Die montags stattfindene Tierschau gibt es aber weiterhin auf dem Hüstener Marktplatz.